Tearaway PSV

Tearaway: Preview

Die Jungs und Mädels von Media Molecule spendieren Sackboy, dem Helden aus LittleBigPlanet, einen längeren Urlaub. Mit Tearaway widmet sich das talentierte Studio nämlich einer völlig neuen und ebenfalls sehr ungewöhnlichen Welt. Die Vorschauversion hinterlässt schon einen sehr guten Eindruck.

Um was geht es?

Tearaway schickt uns in ein seltsam anmutendes Universum, besteht dieses doch nur aus Papier. In dem fantasievollen Reich geschehen seltsame Dinge, wofür witzigerweise direkt der Spieler verantwortlich ist. Zumindest hat dies den Anschein. Näheres erfährt man durch den "Postboten" Iota. Der schrullige Held - auf Wunsch männlich oder weiblich - hat eine wichtige Nachricht zu übermitteln. Nicht an eine x-beliebige computergesteuerte Figur, sondern an den Spieler. Der wiederum steuert Iota durch die Abschnitte und lenkt den kleinen Wicht zu ihm selbst. Na, alles klar? Nicht? Auch nicht schlimm, denn beim Spielen erschliesst sich der Sinn recht schnell - auch dank sehr guter deutscher Sprecher, die gerne mal amüsante Kommentare einwerfen und die Handlung erzählen. Dass diese Mittel zum Zweck ist, stört zumindest in der Vorschaufassung von Tearaway nicht. Dafür ist die Gesamtpräsentation zu charmant und die Idee mit dem eigenwilligen Zusammenspiel zwischen Boten und Spieler zu intelligent.

Aber ... was gibt's nun zu tun?

In erster Linie ist Tearaway ein Action-Adventure, das intensiv Gebrauch von den Eigenheiten der PlayStation Vita macht. Den Protagonisten kontrolliert man direkt mittels des Analogsticks, indirekt wiederum über das Rückseiten-Touchpad der Handheld-Konsole. Dadurch aktiviert man Sprungschanzen, vernichtet Gegner oder verwandelt Hindernisse in begehbare Wege. Die Integration der sonst eher selten verwendeten Fläche ist in der Tat eine spielerische Bereicherung, die sich jedoch schon nach der ersten halben Stunde dezent abnutzt. Zum Glück war dies den Entwicklern wohl ebenfalls bewusst. Und so öffnet man Pakete mittels des Touchscreens oder findet sich selbst dank Augmented-Reality-Spielereien im Geschehen wieder. Das ist amüsant und sorgt für das eine oder andere Schmunzeln. Mikrofon und Neigungssensoren erhalten übrigens auch eine Funktion.

Tearaway Bild

Liebevoll

Schon jetzt ist klar: Das Highlight von Tearaway ist die eigentliche Spielwelt. Alles, auch die Figuren, besteht aus Papier. Das schlachten die Macher regelrecht aus: Da malt man für ein Eichhörnchen eine Krone, schneidet diese aus Buntpapier aus und setzt sie auf den Kopf des Tierchens. Oder man schiesst mit einem Fotoapparat (natürlich aus Papier) Bilder von sich oder anderen Kreaturen. Jäger und Sammler freuen sich zudem über unzählige Kleinigkeiten. So schaltet man nach und nach Sticker für Iota frei, mit denen man ihn/sie bekleben darf. Oder wie wäre es mit Filtern und Objektiven für besagte Kamera? Das ist zwar nüchtern betrachtet Quatsch, aber herrlich unterhaltsam.

Tearaway Bild

Aber?

Ja, vielleicht merkt man es schon: Die Vorschaufassung von Tearaway macht schon einen verdammt feinen Eindruck. Zahlreiche Möglichkeiten, das sympathische Szenario zu erleben, laden regelrecht zum Verweilen ein. Was aber fehlt, das ist eine etwas klarere Missionsstruktur. Hin und wieder irrten wir herum und wussten einfach nicht, was zu tun ist. Und manche Herausforderungen wirken etwas aufgesetzt. Ob sich das bis zum Erscheinen der finalen Fassung des Spiels noch ändern wird? Wir werden es erfahren.

Technisch ist Tearaway keine Sensation. Die Grafik erinnert an ein schickeres, detailliertes Katamari Damacy, ist aber aufgrund des Szenarios nicht überaus detailliert. Punkten kann dagegen die Akustik mit tollen Sprechern, passenden Soundeffekten und sporadisch einsetzenden, aber hörenswerten Melodien. Die Steuerung ist einfach und intuitiv - hier muss sich nichts weiter verbessern.

Ersteindruck von Sven Wernicke

Hach, Tearaway ist so knuffig. Man darf die Wesen aus dem Spiel sogar als Papercraft-Modell selbst basteln - zumindest bieten die Entwickler passende Bastelanleitungen an, auf die man direkt im Spiel hingewiesen wird. Von Anfang bis zum Ende scheint es hier ums gute, alte Papier zu gehen - das ist konsequent und unglaublich liebevoll, dem Titel muss man einfach erliegen. Mein Herz hat Tearaway bereits erobert, obwohl ich noch nicht ganz glücklich mit der Missionsgestaltung und der Orientierung bin. Die Vorschauversion von Tearaway macht bereits einen finalen Eindruck, sodass sich wohl im fertigen Spiel nicht viel ändern wird. Sei's drum - Tearaway zeigt nicht nur, wozu Kameras, Touchscreen, Touchpad und Sensoren der Vita zu gebrauchen sind, sondern dass Media Molecule ohne Weiteres in der Lage ist, abseits von LittleBigPlanet frische, originäre Erlebnisse zu erschaffen. Da kann man sich nur auf den 22. November 2013 freuen. An dem Tag erscheint Tearaway für Sonys tragbare Konsole.

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Tearaway Facts

  • GenreAction: Adventure
  • Release22. November 2013
  • KaufenAmazon
  • EntwicklerMedia Molecule
  • PublisherSony
  • USKFreigegeben ohne Altersbeschränkung
  • PEGI7+
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