Red Dead Redemption 2 PS4

Red Dead Redemption 2: Online Special

Mit Red Dead Redemption 2 hat Rockstar Games abermals einen kompletten Volltreffer abgeliefert. Kaum verwunderlich also, dass der Titel auch im GBase-Test die Traumwertung von 10.0 abgreifen konnte. Der Wilde Westen bietet aber inzwischen mehr als eine reine Solo-Erfahrung. Mit der sich in der Beta befindlichen Online-Komponente wurde nun ein weiteres Attribut zum sonst bereits üppigen Umfang hinzugefügt. Wir haben einen kleinen Blick auf das Mehrspieler-Abenteuer geworfen.

Die Cowboys sind los

Die Entwickler rund um Rockstar Games haben in den vergangenen Jahren einzigartige Spiel-Erfahrungen geschaffen. Ein bekannter wie zugleich beliebter Vertreter ist die GTA-Reihe, die nicht zuletzt dank der verrückten Freiheiten innerhalb der Spielwelt eine gigantische Anhängerschaft besitzt. Doch mit dem letzten Teil wurde mit Grand Theft Auto Online auch eine eigene Online-Komponente etabliert, die zusehends an Beliebtheit gewonnen hat und immer noch frequentiert wird. Erfahrung mit Mehrspieler-Abenteuern konnten die Entwickler in den vergangenen Jahren daher schon reichlich sammeln.

Red Dead Redemption 2 Screenshot

Für das Wildwest-Abenteuer Red Dead Redemption 2 ist kurz nach dem Release nun ebenfalls ein Online-Part veröffentlicht worden. Die Komponente befindet sich ausdrücklich noch in der Beta und wird sukzessive mit weiteren Inhalten und Updates bedacht. So kam erst kürzlich ein neuer Modus namens "Gun Rush" heraus. Doch bevor es ins eigentliche Online-Getümmel geht, gilt es noch einen eigenen Charakter zu erstellen. Man hat zwischen dem männlichen und weiblichen Geschlecht die Wahl und verfeinert das Aussehen mittels Editor nach den eigenen Vorstellungen.

Ist der Charakter erstellt, ruft allerdings nicht gleich die große Freiheit. Die Spielfigur wandert nämlich erst mal ins Gefängnis. Auf einem Transport wird man glücklicherweise befreit und gerät an eine einsame Witwe, die den wahren Mörder ihres Mannes sucht. Ebenso zweifelt sie an der Schuld des Charakters, was seine Anklage betrifft. So wäscht eine Hand die andere, und man beginnt, die eine oder andere Aufgabe zu erfüllen. Dabei trifft der selbst erstelle Recke auch auf einige Figuren aus dem Einzelspielermodus. Insgesamt benötigt man jedoch keine handlungsrelevanten Infos aus dem Solopart.

Viele Möglichkeiten

Wer bereits im Einzelspieler fleißig war, kommt jedoch wesentlich schneller mit dem Spielprinzip klar. Zwar werden die grundlegenden Mechaniken nochmals erklärt, aber geübte Teilnehmer haben hier klar einen Vorteil, zumal es in Red Dead Online eben nicht nur stur gegen andere Leute zur Sache geht, sondern auch kooperative Story-Missionen vorhanden sind. Dazu steht einem die gesamte Karte aus dem Solopart auch online zur Verfügung. Man darf sich frei bewegen, Freizeitaktivitäten nachgehen oder auf Streifzug durch die Prärie gehen. Dabei besteht außerdem die Möglichkeit, sich mit bis zu sieben Freunden zu einer Gruppe zusammenzuschließen. Die Freiheiten bleiben insgesamt gewohnt groß, nur dass man eben auch mit anderen Spielern interagieren kann. Online dreht sich dabei viel ums große Geld, das man nach und nach verdienen kann. Damit werden Waffen und andere wichtige Gegenstände beschafft. Mit der Zeit und bei zunehmendem Erfolg steigt man ebenso im Rang auf und schaltet zusätzliche Verbesserungen frei. Bei Bedarf kann auch echtes Geld investiert werden, um virtuelle Goldbarren zu erstehen.

Red Dead Redemption 2 Screenshot

Zwar kann man wie bereits erwähnt viele Missionen und Aktivitäten gemeinsam bestreiten, doch sollten stets beide Augen offenstehen. Nicht alles verläuft friedlich in Red Dead Online, und echte Outlaws warten auch schon mal den rechten Zeitpunkt ab und stehlen anderen Mitspielern die Beute. Davon abgesehen ist man ebenso wenig davor gefeit, einfach so von anderen Teilnehmern abgeschossen zu werden. Das kann auch schon mal zu Frust führen, wenn solche Momente unerwartet und ohne einen wirklichen Grund passieren.

In den verschiedenen PvP-Modi ist die Konfrontation dagegen vorprogrammiert. So darf man sich zum Beispiel im Pferderennen messen, wobei die Kontrahenten mit Schlag- und Feuerkraft davon abgehalten werden, zuerst ins Ziel zu galoppieren. Ein klassisches Deathmatch ist darüber hinaus ebenfalls vorhanden, wobei dies wahlweise auch im Team gestartet werden kann. Ein wenig interessanter gestaltet sich da aber die eingangs erwähnte Variante "Gun Rush". Hier fokussiert sich alles auf die Mitte der Karte, denn dort tummeln sich die guten Items. Die Map schrumpft in regelmäßigen Intervallen, sodass sich die Action irgendwann an einem bestimmten Punkt sammelt. Daher muss man sehr schnell sein. Wer am Ende noch lebt, hat gewonnen. Insgesamt geht es online übrigens mit maximal 32 Spielern zur Sache. In Sachen Technik schlägt sich Red Dead Online dabei erstaunlich gut. Hier und da ein paar Ruckler oder gar Spielfehler trifft man immer mal an, aber alles in allem läuft der Mehrspielerbereich ziemlich stabil. Auch das Matchmaking geht flott vonstatten und macht nur selten Probleme.

Ersteindruck von Daniel Dyba (PlayStation 4)
Red Dead Redemption 2 wird nicht ohne Grund als eines der besten Spiele dieser Generation gefeiert. Auch online schlägt sich der Titel bislang ziemlich gut. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier immer noch um eine Betaversion handelt, läuft alles ziemlich stabil. Sicherlich gibt es gerade für Neulinge einige Frustmomente, und an der Balance muss noch geschraubt werden. Doch der Ausblick ist positiv, denn neue Inhalte werden nach und nach veröffentlicht, sodass man sich bestimmt auf langfristigen Nachschub freuen kann. Wer den Titel bereits besitzt, bekommt mit Red Dead Online definitiv eine gelungene Ergänzung zum Solopart.

Red Dead Redemption 2 Facts

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