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Blizzard: Special zur BlizzCon 2019

Zum dreizehnten Mal öffneten sich nun die Pforten des Anaheim Convention Centers in Kalifornien zur Hausmesse von Blizzard Entertainment, der BlizzCon. Die Erwartungen der Fangemeinde waren in diesem Jahr besonders hoch, vor allem nach der ernüchternden Diablo Immortal-Ankündigung im letzten Jahr, welches nur für Smartphones erscheinen soll. Schon im letzten Jahr fieberten wir der großen Diablo IV-Ankündigung entgegen und dieses Jahr sollte es dann endlich soweit sein. Doch neben Diablo IV gab es auch zahlreiche andere Ankündigungen, die wir euch zusammengefasst in unserem Special präsentieren.

Gerüchteküche und Leaks

Auch dieses Jahr gab es vorab der Messe zahlreiche Gerüchte welche Titel Blizzard auf der diesjährigen BlizzCon ankündigen wird. Ein ganz heißer Kandidat war natürlich Diablo IV, auf dessen Ankündigung wir uns schon im letzten Jahr gefreut haben, mit Diablo Immortal jedoch nur vertröstet worden. Neben Diablo IV machten auch zahlreiche Gerüchte zur nächsten World of Warcraft-Erweiterung die Runde, vermeintliche Bilder geisterten Tage vorab der BlizzCon bereits durchs Netz und leakten schon Bilder und den vermeintlichen Titel des Addons. Overwatch 2 sollte laut den Gerüchten ebenfalls auf der Hausmesse enthüllt werden und auch hier untermauerten vorab geleakte Bilder die Echtheit dessen was uns gezeigt werden sollte. Trotz alledem oder vielleicht genau aus diesem Grund stieg die Vorfreude der Fans ins Unermessliche und Blizzard hat bei der diesjährigen Eröffnungszeremonie ein wahres Ankündigungsfeuerwerk abgeliefert!

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Diablo IV


Der meist herbeigesehnte Nachfolger der Blizzard-Fans schlug zu Beginn der Messe mit einem atemberaubenden Ankündigungstrailer ein – Diablo IV kommt! Blizzard verspricht das Teil 4 deutlich düsterer als sein Vorgänger werden soll, Regenbogenlevel sind damit Geschichte, Diablo IV soll sich optisch eher an Diablo 1 und Diablo 2 orientieren als an Teil 3. Ein erster Gameplay-Trailer wurde neben dem Cinematic ebenfalls gezeigt und wir fassen euch folgende ein paar Infos zu Diablo IV zusammen.

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Fakten zu Diablo IV

  • Diablo IV bleibt sich seinen Wurzeln treu und wird wie seine Vorgänger ein klassisches Action-RPG, beidem ihr aus (vorerst) drei Klassen wählen könnt. Zur Wahl stehen euch der Barbar, Zauberer und der Druide. Weitere Klassen werden im Laufe der Entwicklung aber garantiert noch angekündigt.


  • Der Bösewicht in Diablo IV wird dieses Mal wohl nicht Diablo selbst sein, sondern Lilith, die Mutter von Sanktuario und Tochter von Mephisto. In den ersten veröffentlichten Bildern aus dem Artwork-Buch zu Diablo hält sie den Schädel von Diablo in den Händen, ein erneutes Widersehen mit dem Herrn des Schreckens ist somit wohl nicht ausgeschlossen, zumindest hält man sich eine Tür offen.


  • Die Welt von Diablo IV wird komplett Open World sein, inklusive Tag- / Nachtwechsel! Es steht euch frei, ob ihr gezielt der Hauptstory folgen möchtet, Nebenaufträge und Events absolviert oder euch im PvP mit anderen Spielern duelliert.


  • Mit Hilfe von Talentbäumen (wie aus Diablo 2) könnt ihr euren Charakter so gestalten wie es euch beliebt. Das besondere hierbei, ihr könnt einzelne Talente in mehreren Stufen steigern und so gezielt euren Schaden ausbauen.


  • Neu in der Welt von Diablo sind Pferde, mit denen ihr nun noch schneller durch die einzelnen Regionen von Sanktuario reisen könnt und wir werden unsere Reittiere auch mit verschiedenen Rüstungen verbessern können.


https://youtu.be/FYJ7JPjjYfY

Laut Blizzard befindet sich Diablo IV in noch einem sehr frühen Zustand, ein baldiger Release ist somit ausgeschlossen.

Diablo IV soll für den PC, PlayStation 4 und Xbox One entwickelt werden. Da Ende 2020 die neuen Konsolengenerationen anstehen, dürfte der Titel auch auf den Folgesystemen von Sony und Microsoft erscheinen. Ein Release auf der Nintendo Switch wurde nicht angekündigt, weshalb Nintendo-Spieler erstmal in die Röhre schauen.


Hearthstone – Erbe der Drachen


Blizzard kündigte auf dem Hearthstone-Panel während der Eröffnungszeremonie eine brandneue Einzelspielererweiterung namens „Erbe der Drachen“ an. Die Schurkenliga Ü.B.E.L. will Galakrond – den Urvater aller Drachen – wiedererwecken und mit seiner Hilfe Azeroth vernichten. Galakrond ist in Form von fünf neuen Heldenkarten in Hearthstone spielbar. Alle fünf Klassen der Schurkenliga Ü.B.E.L. – Hexenmeister, Krieger, Priester, Schamane und Schurke – können Galakrond einsetzen. Wenn er gespielt wird, nimmt er eine zur jeweiligen Klasse passende Form mit einzigartigem Kampfschrei und einer eigenen Heldenfähigkeit an.

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Kultistendiener und Zauber mit dem neuen Schlüsselwort Ermächtigen lösen den Effekt von Galakronds Heldenfähigkeit aus. Wenn er mehrmals ermächtigt wird, nimmt Galakrond seine zwei jeweils stärkeren Formen an. Die mächtigste davon ist Galakrond, Azeroths Ende – in dieser Gestalt verfügt er über einen viermal so starken Kampfschrei und einen mächtigen Klauenangriff.

Sofern ihr euch zum Start der Erweiterung, am 10. Dezember in Hearthstone einloggt, erhaltet ihr gratis alle fünf Heldenkarten von Galakrond!

https://youtu.be/royAj_t3t6k

Das Schlachtfeld ruft!
Neben der brandneuen Einzelspielererweiterung „Erbe der Drachen“ hat Blizzard auch einen neuen Spielmodus für Hearthstone namens „Schlachtfeld“ angekündigt. Hearthstone: Schlachtfeld ist ein turbulenter, automatisch ablaufender Spielmodus, in dem acht Spieler mit 24 einzigartigen Helden Diener rekrutieren, sie strategisch positionieren und ihnen dabei zusehen, wie sie auf dem Schlachtfeld um die Vorherrschaft kämpfen. Somit bekommt Hearthstone einen waschechten Auto-Chess Modus spendiert, welcher ab dem 12. November für alle Spieler in einer offenen Beta spielbar sein wird. Besitzer des virtuellen BlizzCon-Tickets können vom 5. bis 11. November an einer Frühzugangsphase teilnehmen.

World of Warcraft – Shadowlands

Nach all den gebannten Gefahren und ausgetragenen Gefechten im letzten World of Wacraft-Addon dürfte doch so langsam mal Frieden in Azeroth einkehren, doch dem ist natürlich nicht so. Sylvanas Windläufer, die gefallene Anführerin der Horde, hat den Schleier zwischen Azeroth und dem Reich der Toten durchstoßen. Dabei wurde eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt, die das kosmische Gleichgewicht zwischen Leben und Tod zu zerstören drohen.

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Mit einem unglaublich beeindruckenden Cinematic kündigte Blizzard die neue World of Warcraft-Erweiterung „Shadowlands“ an und führt uns an einen sehr verschneiten Ort in Nordend – der Eiskronenzitadelle! Das der Lichkönig über die Anwesenheit von Sylvanas nicht erfreut ist steht außer Frage und so nehmen die Ereignisse am Frosththron ihren Lauf und führen uns in die nächste Erweiterung, genauer gesagt in die Schattenlande – das Reich der Toten.

Bisher wurden verstorbene Seelen in ein Reich gebracht, das dem von ihnen geführten Leben angemessen war, doch jetzt werden alle Seelen in den Schlund geleitet, wo die Bösesten dazu verdammt sind, in alle Ewigkeit zu leiden. Beim Versuch, den Kreislauf wiederherzustellen und das volle Ausmaß von Sylvanas’ Plänen aufzudecken, werden wir als Spieler Verbindungen zu den Pakten knüpfen, die über verschiedene Ebenen der Schattenlande herrschen.

  • Die standhaften Kyrianer von Bastion, deren Disziplin und Pflichtgefühl sie dazu treibt, Seelen aus dem Reich der Sterblichen zu schützen, wenn sie in die Schattenlande übergehen.

  • Die mysteriösen Nachtfae von Ardenwald, die die Geister der Natur vehement gegen all jene verteidigen, die ihnen die Wiedergeburt verwehren wollen.

  • Die gerissenen Venthyr von Revendreth, die sich in einem gotischen Reich der Fülle und Qual an den Seelen der Stolzen und Eitlen laben.

  • Die kriegerischen Nekrolords von Maldraxxus, die die untoten Armeen schmieden, die als erste Verteidigungslinie für die Schattenlande dienen, und all denjenigen Respekt zollen, die Macht und Ruhm im Kampf suchen.
Während der unserer Reise durch die Schattenlande werden wir auf verstorbene Legenden des Warcrat-Universums stoßen, wie zum Beispiel Uther Lichtbringer oder auch Kael’thas Sonnenwanderer.

https://youtu.be/8uUL7Jewqs8

Weitere Features von World of Warcraft: Shadowlands:
  • Das Reich der Toten erforschen: Zum allerersten Mal in World of Warcraft betreten wir Spieler die Schattenlande und erleben die Wunder und Schrecken des Jenseits in fünf neuen Zonen: die glänzenden Felder von Bastion, die rauen Schlachtfelder von Maldraxxus, die ewige Dämmerung von Ardenwald, die opulenten Festungen von Revendreth und der schreckliche Schlund.

  • Die Macht eines Paktes erlangen: Wir werden aufgefordert, eine Verbindung zu einem der vier Pakte einzugehen, die die neuen Zonen von Shadowlands beherrschen, und bestimmen so die Richtung für unsere Reise durch die Erweiterung mit einer kompletten Paktkampagne. Beim Stufenaufstieg erhalten wir auf unserer Wahl basierende neue Fähigkeiten, einschließlich klassenspezifischer Fähigkeiten für jeden Pakt. Außerdem entwickeln wir Seelenbande zu bestimmten Paktmitgliedern, die uns Zugang zu den spezifischen Fähigkeiten und Boni dieses Charakters gewähren.

  • Den Turm der Verdammten erklimmen: Im Herzen des Schlunds liegt Torghast, der Turm der Verdammten, ein verfluchtes außerweltliches Gefängnis, in dem die schändlichsten Seelen des Universums eingesperrt sind. Bei dieser Spielerfahrung, die von Roguelike-Spielen inspiriert wurde, liegt der Fokus auf hohem Wiederspielwert. Helden sind dazu aufgefordert, die ständig wechselnden Hallen und Kammern des Turms zu erkunden und die Schergen des Kerkermeisters, Torghasts abscheulichen Herrschers, zu bekämpfen. Diejenigen, die sich den Prüfungen stellen, können legendäre Schätze erbeuten und dabei helfen, die zu Unrecht gefangenen Geister von Helden zu befreien.

  • Jede Stufe ist von Bedeutung: Mit Shadowlands wird ein neues Stufensystem eingeführt, das bei jeder erreichten Stufe ein Gefühl von bedeutsamem Fortschritt vermitteln soll. Charaktere mit gegenwärtiger Maximalstufe beginnen Shadowlands auf Stufe 50 und arbeiten auf die neue Maximalstufe 60 hin.

  • Eine neue Armee der Toten erhebt sich: Um Sylvanas’ Angriff auf Eiskrone zu bekämpfen, hat Bolvar Fordragon – der verehrte ehemalige Paladin, der den Thron des Lichkönigs übernahm, um die Geißel in Schach zu halten – Helden aller Völker Azeroths zusammengezogen, um die Todesritter von Acherus zu verstärken. Mit Shadowlands können Pandaren und alle verbündeten Völker nun Todesritter werden.

  • Verbesserte Optionen für die Charakteranpassung: Uns Spielern steht eine Vielzahl neuer Charakteranpassungen für alle Völker zur Verfügung, wenn wir neue World of Warcraft- Charaktere erstellen (oder bei Barbieren im Spiel das Aussehen eines bestehenden Charakters ändern).

World of Warcraft: Shadowlands kann ab sofort über den Blizzard-Store vorbestellt werden. Erscheinen soll die Erweiterung spätestens am 31. Dezember 2020.

Overwatch 2


Mehr oder weniger überraschend nach den vorangegangenen Leaks kündigte Blizzard Overwatch 2 für PC, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch an. Overwatch 2 steht ganz im Zeichen von Coop-Missionen und PvE-Elementen. Viele Spieler von Overwatch sehnten sich schon seit Release nach einem storyorientierten Modus, welchen sie nun mit Teil 2 endlich bekommen werden.

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Wir als Spieler werden aktiv in die Overwatch–Saga eingreifen, während in einer Reihe von mitreißenden und brandgefährlichen Missionen für vier Spieler eine neue weltweite Krise ausbricht. Im Verlauf der Handlung schlüpfen wir in die Rollen verschiedener Helden und verteidigen gemeinsam die Welt vor den Omnic-Streitkräften von Null Sector, decken die Hintergründe der Roboterangriffe auf und stellen uns auf dem ganzen Planeten neuen Bedrohungen entgegen.

Der Kampf geht mit Heldenmissionen weiter, in denen das Team von Overwatch bei Aufträgen auf der ganzen Welt an seine Grenzen geht, Städte gegen Angriffe der Roboter verteidigt, Elite-Agenten von Talon ausschaltet und die bösartigen Mächte bekämpft, die die Welt bedrohen. In diesem Modus mit hohem Wiederspielwert können wir mit unseren Lieblingshelden Stufen aufsteigen und mächtige Anpassungsoptionen freischalten, die im Co-op-Modus ihre Fähigkeiten verstärken.

Blizzard betonte explizit, die Community nicht spalten zu wollen und so können Spieler von Overwatch auch gemeinsam mit Spielern aus Overwatch 2 zusammenspielen, haben Zugriff auf die Helden von Overwatch 2 und auch auf sämtlichen neuen Karten. Greift ihr zum Nachfolger, wird auch jedes freigeschalte Icon, Spray oder Skin mit übernommen – dies war Blizzard bei der Entwicklung von Overwatch 2 besonders wichtig, damit eure Erfolge aus Teil 1 nicht verlorengehen.

https://youtu.be/H5eWJPVIfdQ

In Sachen PvP kommt ein neuer Spielmodus ins Spiel, genannt „Push“, welcher auch Teil der Overwatch League sein wird. In Push fokussieren sich die Kämpfe nicht mehr auf einen bestimmten Punkt auf der Karte, sondern werden dynamisch verteilen. In Push geht es darum mit Hilfe eines Roboters das Kartenziel, eine große Barriere, in die Richtung des gegnerischen Territoriums zu schieben. Das Team welches die Barriere am weitesten zum Gegner geschoben hat gewinnt, schiebt ihr die Barriere bis zum Ende gewinnt euer Team sofort, was aber laut Blizzard selten passieren dürfte.

Die Engine von Overwatch wurde für Teil 2 an vielen Stellen poliert und aufgebessert, basiert im Kern aber auf der Engine von Teil 1, welche heute immer noch sehr schick aussieht und selbst auf etwas betagten Rechnern solide ihre Arbeit verrichtet. Die ersten bewegten Bilder aus Overwatch 2 zeigen augenscheinlich nur im Detail Verbesserungen, beim Interface ging man jedoch neue Wege und möchte es diesmal dezenter halten, trotzdem aber mehr Infos liefern was gerade auf dem Bildschirm vor sich geht.

Einen Releasetermin gibt es leider noch nicht, auch bei Overwatch 2 sei man laut Blizzard noch in einem recht frühen Stadium der Entwicklung, weshalb wir mit einem Release frühestens Ende 2020 oder im Jahr 2021 rechnen.

Fazit zur BlizzCon

Blizzard musste liefern und hat geliefert, auch wenn die neuen Titel noch etwas auf sich warten lassen. Diablo Immortal und Warcraft III: Reforged fanden bei der Eröffnungszeremonie leider keine Erwähnung, in einem späteren Panel gingen die Entwickler jedoch gezielt auf Warcraft III: Reforged ein, während Fans vor Ort in eine neue Version von Diablo Immortal schnuppern und zum ersten Mal den Dämonenjäger anspielen durften. Persönlich hätte ich mich aber über einen brandneuen Trailer zu Warcraft III: Reforged bei der Eröffnunszeremonie gefreut aber der Titel wurde leider nur auf einem separaten Panel besprochen, dafür gab es aber zahlreiche neue Infos und auch neues Bildmaterial zu bestaunen.

Wenn man jedoch Spiele wie Diablo IV, Overwatch 2 und die nächste World of Warcraft-Erweiterung anzukündigen hat, sind warme Aufgüsse des letzten Jahres nicht wirklich angebracht, keine Frage und deshalb bietet Blizzard auch abseits der großen Bühne zahlreiche Panels mit dem virtuellen Ticket bzw. vor Ort an, um gezielt auf Titel einzugehen die bei der Eröffnung zu kurz oder gar nicht vorkamen.

Blizzard hat für mich allein nur mit der Eröffnungszeremonie eine der besten BlizzCons seit langer Zeit abgeliefert, sämtliche neuen Titel haben mein Interesse geweckt und wissen auf ihre Art zu begeistern. Der Hype-Train ist wieder auf Kurs – ein grandiose BlizzCon für Fans!

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