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Kurztest: Pearl Touchlet SX7

Während auf der IFA kürzlich die kommende Generation mobiler Gadgets vorgestellt wurde, hat der Elektronikimporteur Pearl schon jetzt wieder einige neue Produkte in sein Programm aufgenommen, die sich von der Konkurrenz durch interessante Funktionen abheben sollen. Eines dieser neuen Geräte ist das Touchlet SX7, welches als Mischung aus Tablet und Smartphone zu einem 7-Zoll-Phablet verschmilzt. Wir konnten den Hybriden einige Wochen lang ausprobieren.

Alles in einem Gerät: das Phablet

Zugegeben, früher war alles einfacher. Man hatte sein Handy zur Hand, und wollte man unterwegs ins Internet, musste man so lange warten, bis man sich am heimischen Rechner ins weltweite Datennetz einwählen konnte. Heutzutage findet sich eine breitgefächerte Auswahl unterschiedlichster Geräte vor, mit denen ihr auch auf Reisen mit der ganzen Welt kommunizieren könnt. Doch wer immer sein Smartphone und sein Tablet gleichzeitig mitnehmen will, der kommt häufig in eine Bredrouille, denn manches Mal ist es äusserst lästig, wenn man für unterschiedliche Anwendungszwecke mehrere Geräte mit sich herumschleppen muss. Aus diesem Grund haben sich findige Leute das Phablet ausgedacht, welches mit einem kleineren Tablet-Display alle Features eines normalen Mobiltelefons in sich vereint. Das SX7 von Pearl ist ein solches Gerät, welches das Rad aber nicht neu erfindet, denn es gibt beispielsweise bereits 3G-Modelle von der Galaxy-Tab-Reihe sowie dem Nexus 7. Das Telefonieren jedoch beschränkt sich bei den zuletzt genannten Modellen - falls es überhaupt durch den Hersteller freigeschaltet wurde - meistens auf das Benutzen eines Headsets.

Das neueste Gerät aus der Touchlet-Reihe lässt sich wie ein reguläres Handy ganz normal ans Ohr halten, wenn ihr telefonieren möchtet. Und auch sonst gleicht das Gadget einem normalen Smartphone, wie man es bereits von Pearl kennt. Im Gerät finden zwei SIM-Karten Platz, sodass ihr auf zwei Mobilfunknummern gleichzeitig erreichbar seid. Das ist praktisch und kann im Ausland eventuell auch die teuren Roaming-Gebühren sparen, wenn ihr etwa eine im Ausland gekaufte Prepaid-SIM-Karte ins Gerät steckt. Für einen Verkaufspreis von knapp 170 Euro kann sich auch die restliche technische Ausstattung sehen lassen. Zum Einsatz kommt ein bereits erwähnter 7-Zoll-Bildschirm, der mit 1024 x 600 Pixel zwar keine HD-Auflösung bietet, für längere Videos oder für das Surfen im Netz aber durchaus ausreicht. Auch unter der Haube hat der Hersteller im Vergleich zu älteren Pearl-Tablets nachgebessert und spendiert dem SX7 einen Zweikernprozessor mit 1,2 GHz sowie 1 GB Arbeitsspeicher. Ein WLAN-, ein Bluetooth-4.0- und ein GPS-Modul sind ebenfalls inklusive. Der 3600-mAh-Akku sorgt ebenfalls für eine ausreichende Laufzeit, welcher einen Arbeitstag locker überbrückt. Insgesamt hinterlassen die innere Ausstattung sowie die äussere Verarbeitung für diesen günstigen Verkaufspreis einen guten bis sehr guten Eindruck.

Pearl Bild

Im SX7 findet eine weitestgehend unangetastete Android-4.1.1-Version Verwendung, die auf herstellerspezifische Änderungen verzichtet. Ihr erhaltet also ein pures Android-Vergnügen, welches mit micro-SD-Karten erweitert werden kann. Ab Werk stehen euch rund 1.8 GB interner Speicher für die Installation von Apps zur Verfügung, der jedoch nicht als interner SD-Kartenspeicher eingerichtet ist! Zur Speicherung von Musik, Videos und anderen Inhalten ist somit eine externe Speicherkarte ein Pflichtkauf.

Fazit von Alexander Boedeker

Wer nicht andauernd zwei Geräte herumtragen möchte, der kann mit dem SX7 eine durchaus preiswerte Alternative erstehen, die in vielerlei Hinsicht punkten kann. Allem voran ist die Dual-SIM-Fähigkeit eines der Kaufargumente für den hochwertig verarbeiteten Smartphone-Tablet-Hybriden. Das 7-Zoll-Display reicht zudem in Verbindung mit dem Doppelkernprozessor sowie dem 1 GB grossen Arbeitsspeicher für allerlei tägliche Multimedia-Anwendungen aus. Auch das nahezu originale Android-Betriebssystem, welches immerhin schon einige Jelly-Bean-Funktionen beherrscht, ist dem Hersteller hoch anzurechnen. Allerdings bleiben nach einigen Wochen auch ein paar Kritikpunkte offen, über die man sich vor einem Kauf Gedanken machen sollte. Die Auflösung sowie die Helligkeit des Displays können nicht mit teureren HD-Auflösungen der Konkurrenz mithalten. Auch der verbaute Grafikchipsatz kommt nicht ganz auf Touren, sodass sich am Ende das SX7 im mittleren Leistungsfeld wiederfindet. Fans von Schnappschüssen müssen sich ebenso mit einer Zwei-Megapixel-Kamera begnügen. Insgesamt lassen sich jedoch die Kritikpunkte aufgrund des sehr günstigen Verkaufspreises weitestgehend verschmerzen.

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Kommentare

  • Geschrieben von DanielBoll um
    -.-
  • Geschrieben von Tennou um
    Fairphone? Ne danke. War auch damals sehr traurig, als die Käfighaltung für Legehennen in Deutschland abgeschafft wurde. Jetzt zahl ich 10 cent mehr für Eier.

    Billig über alles~
  • Geschrieben von DanielBoll um
    Oder einfach mal abwarten, wie die Software-Unterstützung beim Fairphone geregelt wird:

    http://www.fairphone.com/
  • Geschrieben von Alexander Boedeker um GBase-Mitarbeiter
    Wenn du dir das Nexus 4 kaufst, kannst du dir an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Android 4.4 installieren. :)
  • Geschrieben von Tennou um
    Ach echt? Also wenn ich mir jetzt ein Nexus kaufe, kann ich da 4.4 draufbügeln?

    Oh und danke für die schnelle Antwort^^
  • Geschrieben von Alexander Boedeker um GBase-Mitarbeiter
    Die Nexus-Geräte kann man ja - bis zum Hardware-Ende wie beim Nexus One der Fall - direkt updaten. Da aber alle anderen Hersteller, die kein "echtes" Google-Gerät anbieten - ihre eigene Software implementieren, muss diese erst wieder auf die neue Android-Version angepasst werden. Das kostet: Geld.

    Mit Android 4.4 könnte Google das aber vielleicht ändern. Habe gehört, dass das wesentlich besser mit älteren Geräten kompatibel ist. Und vielleicht ist es dann auch einfacher für Hersteller das Update freizugeben.
  • Geschrieben von Tennou um
    Mal ´ne Frage.

    Warum sind Android-Updates niemals möglich?
    Bzw. Warum sind Geräte für immer mit der vorhandenen Android-Version gebranded?

    Also das kein Windows 7 zu 8-Update funktionert verstehe ich. Da liegen Riesenunterschiede und auch eine lange Zeitspanne zu Grunde.

    Aber auch da kann ich einfach die neue Version installieren.

    Android wird meiner Beobachtung nach allerdings viel schneller weiterentwickelt und da würde ich mich doch ganz schön in den Akkusteckplatz gefistet fühlen, wenn ich mir ein Android-Gerät zulege und 2 Monate später kommt eine neue Version raus, die ich niemals nutzen kann.

    Solange das der Fall ist, kommt für mich kein Android-Gerät in frage.
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