South Park - The Fractured but Whole PC PS4 ONE

South Park - The Fractured but Whole: Preview

Das South-Park-RPG geht in die zweite Runde und entführt uns dieses Mal in die Welt der Superhelden. Ubisoft hat nach Berlin geladen, um die ersten vier Stunden des Spiels anzuzocken.

Home sweet home

Es herrscht Krieg im beschaulichen Städtchen hoch oben in Colorado. Auf der einen Seite stehen die vereinten Völker der Menschen, auf der anderen Seite die freien Stämme der Elfen. In einem erbitterten Kampf streiten die beiden Parteien um das mächtigste Artefakt der Welt: den Stab der Wahrheit. Doch während dieser Krieg tobt, bahnt sich bereits ein neuer, noch viel düsterer und gefährlicherer Konflikt an: der Kampf der Superhelden-Franchises. Auf der einen Seite stehen "Coon and Friends" und auf der anderen die "Freedom Pals". Von Beginn an sind sie verfeindet und kämpfen um die Hoheit über das Superhelden-Franchise – und um 100 $ Belohnung für das Finden einer verloren gegangenen Katze. Eine komplizierte Geschichte kurz zusammengefasst: Cartman hat keine Lust mehr auf Fantasy und möchte jetzt lieber Superheld spielen.

Mit dieser Einführung baut South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe innerhalb weniger Minuten die gleiche Stimmung auf, die schon der erste Teil vermittelte. Es fühlt sich an, als hätten wir eine sehr lange South-Park-Folge begonnen, die gefüllt ist mit dem grenzüberschreitenden Humor, den wir von der Serie gewohnt sind. Doch gleichzeitig spielen wir ein RPG, welches durch die konstante Offensichtlichkeit, dass es sich hierbei um Kinder handelt, die Superhelden spielen, einen ganz eigenen Charme hat, der seinesgleichen sucht. Die Präsentation des Spiels macht in den ersten vier Stunden Spielzeit einen fantastischen Eindruck. Seien es die vielen Kostüme, die Pappaufsteller oder das normale Stadtleben, welches im Hintergrund seinen gewohnten Gang nimmt.

https://www.youtube.com/watch?v=w9GK-jaQnjk

Zu Beginn erstellen wir uns wieder einen Charakter; die Äußerlichkeiten, die wir dabei festlegen, sind nicht permanent, sondern können im weiteren Spielverlauf jederzeit durch neue Kostüme, Frisuren und Accessoires angepasst werden. Hier schien sich bereits die erste Neuerung zu offenbaren. Denn anders als im ersten Teil können wir angeblich den Schwierigkeitsgrad festlegen. Dieser wird jedoch nicht durch "Leicht", "Normal" und "Schwer" definiert, sondern durch die Hautfarbe. Je dunkler die Haut, desto schwerer das Spiel. Hierbei soll es sich jedoch lediglich um einen Scherz von Ubisoft handeln. Die Hautfarbe hat demnach keinerlei Einfluss auf das Spiel. Dennoch handelt es sich hierbei um eine gelungene Kritik am Alltagsrassismus, der nach wie vor in unserer Gesellschaft existiert.

Im Verlauf des Spiels können wir uns zwei von sechs Klassen aneignen. Jedoch stehen uns bei der ersten Wahl lediglich drei zur Verfügung: Speedster, Brutalist und Blaster. Bei der zweiten gibt es zusätzlich Elementalist, Cyborg und Psychic. Jede Klasse gewährt uns mehrere Fähigkeiten, plus eine ultimative. Leider können wir jedoch nur drei normale und eine ultimative gleichzeitig ausgerüstet haben, was die Variation in den Kämpfen stark einschränkt. Diese sind zwar nach wie vor rundenbasiert, finden jedoch nun auf einem Schachbrett-artigen Kampfbezirk statt. Somit wird das Kampfsystem durch das richtige Positionieren, um mit den eigenen Fähigkeiten zu treffen, erweitert. Das ist zwar weder revolutionär noch sonderlich komplex, verleiht dem Gefecht jedoch ein angenehmes Maß an Tiefe.

Zwischen den Kämpfen haben wir die Möglichkeit, mithilfe des Crafting-Systems "Artefakte" herzustellen. Diese verbessern unsere persönlichen Eigenschaften, aber auch die passiven Werte aller Teammitglieder. Letztere sind ebenfalls abwechslungsreich gestaltet und machen mitunter so viel Spaß, dass es fast schon ärgerlich ist, dass wir nur drei Freunde mitnehmen können. Während des Spielens haben wir vier Begleiter hinzugewonnen, doch das Auswahlmenü lässt vermuten, dass uns noch eine ganze Reihe weiterer Superhelden erwarten wird.

Ersteindruck von Jakob Gustavs

Die vier Stunden Spielzeit vergingen wie im Flug und haben Lust auf mehr gemacht. Auch wenn ich kein eingefleischter South-Park-Fan bin, so habe ich doch seit Langem nicht mehr so viel bei einem Videospiel gelacht. Die Tatsache, dass es sich hierbei nicht nur um Pipikacka-Witze handelt, sondern auch um gesellschaftskritische Themen, macht es umso reizvoller. Das Spiel zeigt, dass sich die Entwicklerbewusst sind, wo ihre Stärken liegen, und aus dem Vorgänger gelernt haben. So bietet das Gameplay zwar etwas mehr Tiefe, ist jedoch weit davon entfernt, komplex zu sein. Dafür punktet das Spiel umso mehr in seiner Präsentation und wird die Spieler wahrscheinlich nicht enttäuschen – und das ungekürzt und, wer will, mit deutschen Synchronsprechern.

https://www.youtube.com/watch?v=mT7n0CJkAOo

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South Park - The Fractured but Whole Facts

  • GenreAdventure und Rollenspiel: Rollenspiel
  • Release17. Oktober 2017
  • KaufenAmazon
  • EntwicklerUbisoft
  • PublisherUbisoft
  • USKFreigegeben ab 16 Jahren
  • PEGI18+
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