Assassin's Creed Origins PC PS4 ONE

Assassin's Creed Origins: Preview

Spätestens seit der Videospielverfilmung zu Assassin's Creed hat schon fast jeder mal etwas von dieser Serie gehört. Auch wenn der Wirbel um den Streifen bereits abgeflaut ist, sorgt Ubisoft nun mit einem weiteren virtuellen Abenteuer für frischen Gesprächsstoff. Wir konnten Assassin's Creed Origins bereits vor dem Release einige Stunden anspielen. Hat die Pause der Reihe tatsächlich gutgetan?

Zu den Ursprüngen

Während das Sturmtief Xavier einige Teile Deutschlands fest in seinem Griff hatte, gab es doch einen guten Grund, das Haus zu verlassen. Ubisoft hat nämlich in die Hauptstadt geladen, um den neuen Serienteil der Assassinen-Saga vorzustellen. Dabei gibt es für die Macher derzeit einiges zu feiern, denn gleichzeitig markiert Assassin's Creed Origins das zehnjährige Jubiläum der Serie. Passend dazu gab es auch eine kleine Ausstellung, die bildlich die wichtigsten Punkte der bisher erschienenen Videospiele zusammengefasst hat. Bei den vielen Epochen, Zeitschienen und Charakteren, die diese Reihe inzwischen umspannt, ist es zugegebenermaßen auch gar nicht mehr so einfach, den vollen Überblick zu behalten. Vielleicht ist das auch ein Grund, weshalb die Macher den Teil ganz am Ursprung ansiedeln.


Zugegeben: Assassin's Creed hat eine große Fangemeinde, doch die Abnutzungserscheinungen konnte man in den letzten Jahren durchaus spüren. Die Kritik an den letzten Sprösslingen ist deutlich gewachsen, und so hat sich Ubisoft ein wenig Zeit gegönnt, um bei Assassin's Creed Origins frischen Wind hineinzubringen. In Sachen Handlung führt man die Reihe wie gesagt ganz zum Beginn der Geschehnisse. Der Spieler wird in das Alte Ägypten entführt und darf dort die Geburt der Bruderschaft nacherleben. Dazu begibt man sich in die Rolle von Bayek, einem Krieger der alten Schule. Er ist einer der letzten seiner Art, quasi ein Hüter Ägyptens, der sich in einer chaotischen Zeit wiederfindet. Schwelende Konflikte verschiedener Völker bedrohen das Land genauso wie eine neue Gruppierung, die im Prinzip als Vorläufer der Templer herhält. Genug Stoff also für Geheimnisse und Intrigen, die wieder einmal historische Details einbindet und daher auch bekannte Persönlichkeiten wie etwa Cleopatra in petto hat.

Wie sich die Handlung macht, wird man natürlich erst zum Start des Titels herausfinden können. Die von uns gespielten Missionen haben in Sachen Story zwar bereits einen guten Eindruck gemacht, allerdings war dies eben nur ein kleiner Ausschnitt, der ohne größere Zusammenhänge natürlich auch ein wenig verloren wirkt. Dennoch kann man sich sicherlich auf eine Handlung in typischer Serienmanier freuen. Das neue Setting konnte dafür schon jetzt seine volle Wirkung entfalten. Die Karte wirkt sehr groß, und der im Vergleich zur kompletten Spielwelt recht kleine verfügbare Bereich während des Anspielens bot bereits jede Menge Abwechslung und Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Die Städte wirken aufgrund der altertümlichen Architektur sehr interessant, und von Pyramiden bis hin zu verschütteten Tempeln gibt es allerhand zu entdecken. Sandige Wüstenabschnitte wechseln sich mit dichter Vegetation und wasserreichen Gebieten ab. Eine Spielwelt, die definitiv zum Erkunden einlädt.

Weniger ist durchaus mehr

Assassin's Creed Origins wirkt auf den ersten Blick in jedem Fall ziemlich entschlackt. Während so mancher Vorgänger vollgestopft mit Features war, konzentriert man sich hier wieder mehr auf das Wesentliche und bindet vor allem die bereits angesprochene Spielwelt ein, um den Spieler zu beschäftigen. Überall gibt es wilde Tiere, und so spielt auch das Jagen eine wichtige Rolle. Erbeutete Ressourcen lassen sich nämlich einsetzen, um die vorhandene Ausrüstung zu verbessern. Darüber hinaus steigt der Spieler mit fortschreitender Zeit in der Stufe auf und bekommt entsprechende Punkte, um diese auf einen umfangreichen Fähigkeitenbaum zu verteilen. So verbessert man Kampffertigkeiten oder etwa Schleichmanöver. In jedem Fall ist man mit der Charakterentwicklung stets beschäftigt, was durchaus wichtig ist, da man sonst mit den Feinden irgendwann einfach nicht mehr mithalten kann.

Assassin's Creed Origins Screenshot

Das liegt vor allem auch daran, dass man das Kampfsystem überarbeitet hat. Während man früher mit wilden Knopfdrückorgien ganze Heerscharen ausgeschaltet hat, geht es nun deutlich taktischer zur Sache. So kann selbst ein einzelner Widersacher zu einer ernsthaften Gefahr werden. Mit gekonnten Blockmanövern kommt es auf den Angriff zur richtigen Zeit an. Das mag zwar besonders für Serienveteranen zunächst eine deutliche Umstellung sein, macht mit der Zeit aber wirklich Laune. So überlegt man es sich doch zweimal, ob man ein von Feinden besiedeltes Camp im Frontalangriff angeht. Schleichen, Klettern und ähnliche Einlagen sind dagegen nach wie vor essenziell und gehen gewohntermaßen gut von der Hand.

Die von uns gespielten Missionen waren auf den ersten Blick abwechslungsreich und haben Spaß gemacht. Eine Eskorte durch einen Sandsturm oder etwa das Entkommen aus Treibsand – Hauptcharakter Bayek hat definitiv einiges zu tun. Mehr als sonst stehen aber die Nebenaufträge im Fokus. Diese präsentieren sich vielschichtiger und gehen über einfache Sammelaufgaben definitiv hinaus. Wichtig ist bei vielen Aufträgen auch der Adler, den man per Knopfdruck in die Lüfte schickt. Dieser dient vorrangig zum Ausspähen der Situation und ist eine deutliche Hilfe, um eine Taktik auszuarbeiten. Am Boden bewegt man sich dagegen aufgrund der weitläufigen Wege im Übrigen regelmäßig mit Booten, Pferden oder Kamelen fort.

Ersteindruck von Daniel Dyba

Ich habe die meisten Teile der Serie gespielt, und auch bei mir war allmählich die Luft raus. So war die Sorge natürlich groß, dass man womöglich einen Aufguss bereits bekannter Dinge vorgesetzt bekommt. Doch tatsächlich spielt sich Assassin's Creed Origins anders. Das hat zwar dafür gesorgt, dass ich während des Events etliche Bildschirmtode gestorben bin, weil ich mich erst einmal an das Kampfsystem gewöhnen musste, doch machen die neuen Elemente wirklich Laune. Ob man das Rad dadurch neu erfindet, wird sich zeigen, schließlich hat man viele dieser Elemente bereits in anderen Spielen gesehen. Diese Überarbeitung steht der Serie jedoch definitiv gut. Kleine Fehler wie etwa Clipping-Probleme sind bis zum Erscheinen dann hoffentlich bereits ausgemerzt.

Assassin's Creed Origins Screenshot

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Assassin's Creed Origins Facts

  • GenreAction: Adventure
  • Release27. Oktober 2017
  • KaufenAmazon
  • EntwicklerUbisoft
  • PublisherUbisoft
  • USKFreigegeben ab 16 Jahren
  • PEGI18+
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